Die Zukunft des Internet der Dienste
15. Februar 2012, 9:00 – 10:30 Uhr
Die Weiterentwicklung des Internet ist ein kontinuierlicher Prozess, zu dessen Realisierung weltweit hohe Forschungsanstrengungen unternommen werden. Bereits in der Vergangenheit waren Entwicklungen im Bereich der Webtechnologien und der Webdienste auch von Europa aus erheblich mitgeprägt. Erfolgreiche Geschäfte mit diesen Technologien wurden bisher aber überwiegend von US-Vorreitern gemacht. Ausgehend von der Stärke der deutschen Industrie im Bereich von Unternehmenslösungen entstand mit THESEUS die Vision des „Internet der Dienste“, die zu einer modularen, webbasierten Nutzung von Softwarelösungen im Business-Umfeld führen soll. Namhafte Vertreter der amerikanischen, europäischen und deutschen Forschungslandschaft kommentieren diese Vision und wagen einen Blick nach Morgen und Übermorgen.
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The Changing Face of ICT Services
Dr. Richard M. Soley, Chairman und Chief Executive Officer der Object Management Group (OMG) Wohin geht die Reise der Business IT? Was bedeuten „Software-as-a-Service“ und „Cloud Computing“ für Unternehmen und ihr Geschäft tatsächlich? Welche Rolle spielen noch serviceorientierte Architekturen? Agile, effiziente Geschäftsprozesse sind für Richard Soley der entscheidende Bezugspunkt für die Gestaltung der Unternehmens-IT. Über ihre internationalen Industriestandards hat die OMG maßgeblich an der Entwicklung des Web mitgewirkt.
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THESEUS und die europäische Vision für das Internet der Zukunft
Peter Fatelnig, EU-Kommission / Deputy Head of Unit im Bereich DG Infso Ausgehend von der Erklärung von Bled hat sich in den vergangenen drei Jahren in der europäischen Forschungslandschaft eine eigenständige Vision für die Gestaltung des zukünftigen Internet herausgebildet. Über offene, generische und sichere Plattformen sollen Telekommunikationsdienste, Content-Dienste und Softwaredienste technisch integriert werden. Diese Diensteplattformen sollen von der Wirtschaft und den Bürgern im Rahmen unterschiedlichster Anwendungsszenarien genutzt werden können. Mit dem von Peter Fatelnig verantworteten Programm „Future Internet Public-Private Partnership“ (FI-PPP) hat die Europäische Kommission zu dieser Vision vor kurzem eine Technologieinitiative mit einer Fördersumme in Höhe von 300 Mio. Euro gestartet.
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Semantische Technologien als Innovationstreiber der vierten industriellen Revolution
Prof. Dr. rer. nat. Dr. h.c. mult. Wolfgang Wahlster, Vorsitzender der Geschäftsführung und Direktor DFKI GmbH Im Gegensatz zu anderen Industrieländern ist es Deutschland in den letzten zehn Jahren gelungen, die Anzahl der Beschäftigten in der Produktion weitgehend stabil zu halten. Nicht zuletzt wegen des stark mittelständisch geprägten, aber hoch innovativen produzierenden Gewerbes hat Deutschland auch die wirtschaftlichen Auswirkungen der Finanzkrise besser gemeistert als viele andere. Gleichzeitig hat sich Deutschland auf dem Gebiet der softwareintensiven eingebetteten Systeme eine führende Stellung insbesondere im Automobil- und Maschinenbau erarbeitet. Prof. Wolfgang Wahlster, einer der „Väter“ des THESEUS-Forschungsprogramms, plädiert dafür, diese Vorteile zu nutzen und weiter auszubauen. Das Internet der Dienste soll mit dem Internet der Dinge verschmelzen, so dass Produktionsanlagen und industrielle Erzeugnisse digital veredelt werden. Mit der Entwicklung cyber-physikalischer Systeme soll Deutschland Vorreiter einer 4. industriellen Revolution werden.
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